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Littering

Das Wort "Littering" stammt aus dem Englischen und bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall und das Herumliegen von Abfall auf Straßen, auf Plätzen, in Parks, in Gärten, auf Wiesen und in Wäldern. Die Gründe dafür sind allzu menschlich: Unachtsamkeit, Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit gegenüber Mitmenschen und/oder der Umwelt oder Provokation. Littering hat nicht nur ökologische Folgen sondern auch ökonomische und soziale.

Littering und seine Folgen

Ökologische Folgen: Herumliegenden Abfälle verunstalten die Landschaft und stören das ökologische Gleichgewicht. Zudem können sich Tiere verletzen, wenn sie den Abfall fressen. Wird gelitterter Abfall aufgesammelt, muss er auf Deponien gelagert werden und kann daher nicht mehr wiederverwertet werden.

Ökonomische Folgen: Das Entsorgen des Abfalls kostet die Gemeinden jedes Jahr eine Menge Geld. Diese Investitionen könnten gespart werden, wenn jede und jeder seinen Abfall richtig entsorgt. Das frei gewordene Geld könnte dann für andere, sinnvollere Zwecke verwendet werden.

Soziale Folgen: Littering hängt oft mit der Sozialstruktur einer Gemeinde bzw. einer Stadt zusammen. So wird in Stadtteilen, in denen sozial schlechter gestellte Menschen leben, mehr gelittert als in jenen, die von höheren Einkommensschichten bewohnt werden. Dies führt dazu, dass diese Viertel noch schmuddeliger wirken und die Lebensqualität noch mehr sinkt.

Vandalismus: Littering hängt sehr eng mit Vandalismus zusammen. Gegenden, in denen stark gelittert wird, sind für Sprayer, Schmierer und Menschen, die aus purer Lust Dinge zerstören, die ideale Umgebung. Gemeinden sind häufig mehrfach belastet. Sie müssen gegen Littering ankämpfen, versuchen, den Vandalismus einzudämmen und oft auch noch die Kosten für die Schäden tragen.

Abfall_lebt_ewig.png

Littering-Verordnung

Werden Abfallsünderinnen und Abfallsünder beim Wegwerfen von Abfällen auf frischer Tat ertappt, können sie von den zuständigen Organen angehalten werden. Nehmen sie ihren Abfall wieder auf und entsorgen ihn richtig, bleibt es bei einer Ermahnung. Ansonsten wird eine Organstrafe von 60 Euro verhängt. Diese muss sofort an Ort und Stelle bezahlt werden. Der Strafrahmen bei schwerwiegenden Verstößen beträgt bis zu 7.000 Euro.

Wenn Sie wissen wollen, wie lange achtlos weggeworfener Abfall wirklich überlebt, dann laden Sie die Littering-Postkarte herunter.


Pfanddiskussion im Rahmen des ORF KulTourKompass im Oktober 2020.
© Vorarlberger Gemeindeverband

Diskussion zu Einwegpfand

Dornbirn, 21. Oktober 2020 „Saubere Umwelt braucht dich! Brauchen wir in Österreich ein Pfandsystem auf Einweg-Getränke- verpackungen?“ Diese Frage stand im Fokus der KulTourKompass Live-Diskussion in ORF Radio Vorarlberg. Die Vertreter Lukas Fleisch/Wirtschaftskammer, Christian Pladerer/Ökologieinstitut und Herbert Koschier/Gemeindeverband waren sich rund um ein Pfand auf Einweg-Verpackungen in den grundsätzlichen Zielsetzungen für mehr Umweltschutz und bessere Ressourcennutzung einig. Diskussionsbedarf gibt es über den Weg dazu und über das relevante Zahlenmaterial.

Eine Zusammenfassung zur Diskussion finden Sie hier zum Download.