Tag der Batterien: Alltägliche Begleiter - brandgefährlich

19.02.2026Lesedauer1 Minute


Brandgefahr in der Abfallwirtschaft

Falsch entsorgte Lithium-Batterien und Akkus in Österreich stellen ein schnell wachsendes Brandrisiko dar. Jährlich landen rund drei Millionen Lithiumbatterien im Restabfall, was etwa zwei Stück pro Tonne Abfall entspricht, und diese Menge könnte sich in den nächsten Jahren auf sechs Millionen verdoppeln. Durch mechanische Beschädigung – etwa beim Pressen im Sammelfahrzeugen oder in Sortieranlagen – kann es zum „Thermal Runaway“ kommen, einer unkontrollierten chemischen Reaktion, die zu Explosionen und Großbränden führt. In der Abfallwirtschaft kommt es inzwischen bis zu sechs Mal täglich zu Bränden. Seit 2012 wurde eine Verfünffachung der Brandereignisse registriert. Besonders problematisch sind Einweg‑E‑Zigaretten, Grußkarten mit Batterien, kabellose Kopfhörer, Spielzeug und elektronische Haushaltsgeräte, die häufig irrtümlich im Rest- oder Papierabfall landen. Die Elektroaltgerätekoordinierungsstelle, das Umweltministerium und der Bundesfeuerwehrverband klärten im Zuge des Tages der Batterien auf. 

 

Lösungsansätze in Ausarbeitung

Als Gegenmaßnahmen werden strengere Sammelpflichten, und vor allem ein Pfandsystem für Batterien diskutiert. Fachleute sehen darin eine Chance, die extrem niedrige Sammelquote von 13,3 % für Lithium-Akkus deutlich zu steigern. Auf EU-Ebene wird ein solches Pfandsystem bereits geprüft, während Österreich nationale Konzepte ausarbeitet. Gleichzeitig warnen Feuerwehren und Entsorgungsbetriebe vor steigenden Schäden in Millionenhöhe und zunehmenden Risiken für Personal und Umwelt. Um Brände, Umweltbelastungen und Millionenschäden zu verhindern, ist es unerlässlich, Batterien konsequent separat zu sammeln und bestehende Rückgabestellen zu nutzen. Jede korrekt entsorgte Batterie trägt maßgeblich zur Sicherheit der Abfallwirtschaft, zum Schutz der Einsatzkräfte und zur Stabilität der Infrastruktur bei.