11 Kilo genießbare Lebensmittel im Abfall?

Leider ja: Die Analyse des Vorarlberger Haushaltsabfalls bestätigt das. Oft noch originalverpackt landen Brot, Fleisch, Obst oder auch der superschöne Schokohase/-nikolo im Rest- oder Biomülleimer. 11 Kilogramm noch genießbare Lebensmittel pro Kopf und Jahr – oder über 4.000 Tonnen (!) in Vorarlberg. Nicht mitgerechnet sind dabei gekochte Speisen, Speisereste oder offensichtlich Verdorbenes.

300 Euro im Haushaltsabfall
Lebensmittel im Abfall sind verloren – sie sind der Grund für viele ethische, soziale, ökologische und ökonomische Probleme. Und: Sie kosten. Ein durchschnittlicher Vorarlberger Haushalt mit 2,5 Personen wirft so über 300 Euro pro Jahr weg. In ganz Vorarlberg summiert sich das zu nahezu unfassbaren 45 Mio. Euro.
Was kann ich tun? – Vieles. Und oft ganz einfach!

 

Lebensmittel-Daten Abfallanalyse Vorarlberg 2012

Pro Kopf und Jahr landen in Vorarlbergs Haushalten sechs Kilogramm genießbare Lebensmittel im Restmüll und fünf Kilogramm im Bioabfall – das zeigt die Abfallanalyse 2012. Auch wenn dieser Wert im Österreich-Vergleich noch „gut“ ist – er ist wirklich unbefriedigend. Das umso mehr, weil wir etwa beim Erfassen von Altstoffen österreichweit konstant im Spitzenfeld liegen.

Einige Ergebnisse im Detail

  • Noch genießbare Lebensmittel im Abfall: rund 11 Kilogramm je Einwohner und Jahr, davon 45% im Biomüll, 55% im Restabfall. 
  • Gezielt nicht mitgerechnet wurden gekochte Speisen und Speisereste oder offensichtlich verdorbene Lebensmittel wie z. B. ausgewachsene Kartoffeln.
  • Bei der Analyse wurden u.a. große Mengen Brot, ganze Jausenbrote, Wurst und Käse oft originalverpackt, Ostereier, Schoko-Osterhasen, Kekse, Müsliriegel u.v.m. gefunden.
  • Der Erfassungsgrad von biogenen Abfällen insgesamt ist seit der letzten Analyse 2007 deutlich angestiegen.
  • Störstoffe, Sammelsäcke und verpackte Lebensmittel machen rund 15% im Biomüll aus, sie müssen aussortiert werden.

Quelle
Abfallanalyse Vorarlberg 2012, durchgeführt vom Technischen Büro Hauer Umweltwirtschaft, Korneuburg, und dem Österreichischen Ökologieinstitut. Basis: 324 Stichproben in allen Regionen Vorarlbergs.

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